Gary Yourofsky: Ist der Backlash gerechtfertigt?

Screencap from video showing Yourofsky explaining himself

Translation by The Vactory. The original English version of the following essay can be found by clicking here.

Trigger-Warnung: Dieser Artikel ist eine Antwort auf ein von Gary Yourofsky hochgeladenes Video. Er enthält Zitate von Yourofsky, die auf Gewalt, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung Bezug nehmen. Das Video enthält ableistische Sprache und behauptet, dass jede Person, die zum Tod verurteilt wurde, auch schuldig ist. (#FreeLeonardPeltier! #FreeMumia!) Des Weiteren enthält es ein unglaubliches Ausmaß an Machogehabe, aggressive, explizite und teilweise verstörende Sprache, welche für einige Leute triggernd sein kann.

„Nach 18 Jahren Prozess ist das Urteil endlich da!“, verkündete Gary Yourofsky kürzlich in den sozialen Medien. „Bezüglich meiner Befürwortung von Vergewaltigung wurde ich in allen Punkten für UNSCHULDIG befunden!“

Diese Aussage nimmt Bezug auf die Gegenstimmen seines berüchtigten Zitats:

Jede Frau, die sich in Pelz hüllt, sollte eine so grausame Vergewaltigung ertragen, dass sie fürs Leben gezeichnet ist.

Die „Bezeugung“ (in Form eines 28-minütigen Videos) geht bis ins kleinste Detail darauf ein, wieso er sich so ungerecht behandelt fühlt.

Es ist aber keine echte Verhandlung. Yourofsky hat sich selbst zum „Richter“ ernannt (daher auch seine Unschuld) und schließt seine Aussage damit ab sich zu bedanken: „Vegane Liebe an alle meine Unterstützer, welche sich geweigert haben diese psychotischen und diffamierenden Lügen über mich zu glauben. Und an all die Organisationen und Leute die mich angegriffen haben und behaupten, ich würde Vergewaltigung befürworten: Ich fordere euch hiermit heraus, den Level meiner Anti-Haltung zu überbieten. Los, traut euch.“ Er wartet einen kurzen Augenblick, um dann auf eine aggressive Art fortzufahren: „Was? Ja, dachte ich es mir doch. Ich gewinne, wie immer! Schachmatt! Ihr verliert!! Fickt euch!“

Yourofsky bemüht sich in dem Video sehr stark darum, darzustellen wie sehr er Vergewaltiger verabscheut: „Dass sollte jedem Vergewaltiger widerfahren, auch wenn er eine Frau im Pelzmantel vergewaltigt (falls das jemals vorkommen sollte).“

Laut „Women Organized Against Rape” wird jede vierte Frau und jeder sechste Mann vor Erfüllung seines achtzehnten Lebensjahres Opfer einer Vergewaltigung. Wenn man bedenkt, wie normalisiert das Tragen von Pelz in unserer Gesellschaft ist, ist die Chance relativ hoch, dass jemand der Pelz trägt vergewaltigt wird.

Er fährt fort:

Sein Penis und seine Hoden sollten mit einem Nagelhautentferner langsam versengt werden, und dann sollten ihm zwei Spieße in die Augenhöhlen gestoßen werden. Danach würde man ihn in einen anderen Raum zerren. Da angekommen sollte man seinen Penis und seine Hoden in Durchfall und Erbrochenes eintauchen. Um sein Leben zu retten würde man ihm dann die Option anbieten dies zu essen. Und wenn er es dann tatsächlich isst, würde ich eine Waffe ziehen, sie ihm zwischen die Augen drücken und sagen „Das war nur ein Scherz“.

Andernorts sagt er: „Tausende von Leuten, hauptsächlich Veganer, haben mich seit 1997 beschuldigt, Vergewaltigung gutzuheißen“ und dass er seit 18 Jahren ununterbrochen mit Falschaussagen schikaniert wird. Aus seinen Aussagen wird klar, dass er Vergewaltiger nicht mag. Doch sagt er auch, dass er das berüchtigte Zitat so niemals geäußert hat?

Yourofsky

„Ich rufe alle meine Anhänger auf, die Lügner und Betrüger zu verurteilen die behaupten, dass ich Vergewaltigung befürworte, weil ich es jemandem gewünscht habe. Ich wiederhole: Weil ich es Männern und Frauen gewünscht habe, die Vergewaltigung und Mord unterstützen indem sie sich in Pelzmäntel hüllen.“ Weiter sagt er, dass es niemanden gibt (einschließlich Vergewaltigungsopfern),  der Vergewaltigung so sehr verurteilt wie er.

Man kann mit Sicherheit behaupten, dass jemand der*die eine Vergewaltigung überlebt hat, dieser Aussage widersprechen würde. Doch schaut man sich an, was er eigentlich sagt, sieht man, dass er nicht den eigentlichen Akt der Vergewaltigung befürwortet. Er wünscht es lediglich den Leuten, die es, wie er findet, verdient haben oder „böse“ sind.

Auch wenn es ein Unterschied ist, ob man sagt„Ich wünschte, diese Person würde vergewaltigt“, oder leibhaftig jemanden vergewaltigt, so ist es doch merkwürdig, dass Yourofsky die Konsequenzen von Sprache nicht versteht, geschweige denn die Konsequenzen, wenn ein Mann darüber redet eine Frau zu vergewaltigen (auch wenn es „nur Worte“ sind). Dass er, wenn er Vergewaltigung als Methode zur Bestrafung benutzt (auch wenn es „nur Worte“ sind) zur kollektiven Rape Culture beiträgt und dies auch Tiere wie z.B. Milchkühe betrifft, welche wiederholt, gewaltsam geschwängert werden (sprich: vergewaltigt), und das nur für ein Produkt. Dass er nicht versteht, dass wenn ein aggressiv klingender Mann von seinen Vergewaltigungsfantasien erzählt, dies für Vergewaltigungsopfer unglaublich triggernd sein kann. Daher ist es befremdlich, dass er nicht versteht wie all dies Gegenwind auslösen oder rechtfertigen könnte.

„WÜNSCHEN“

Er wünscht bösen Menschen böse Dinge. Und auch wenn dies Vergewaltiger, Kinderschänder und Täter*innen häuslicher Gewalt einschließt, so ist in seinen Augen niemand gewalttätiger als diejenigen, welche die Tierindustrie unterstützen.

„VORSCHLAGEN“

„Niemand widerspricht meiner Position bezüglich Gewalt, sie stimmen nur nicht mit mir überein, zu wessen Gunsten Gewalt einzusetzen sei.”

„HOFFEN“

„Aus meinem tiefsten Innersten hoffe ich, dass Unterdrückung, Folter und jeder Mord zu jedem gefühllosen Menschen zehnfach zurückkehrt.“

„SOLLTE“

„Jede Frau, die sich in Pelz hüllt, sollte eine so grausame Vergewaltigung erleben, dass sie fürs Leben gezeichnet ist.“ Was Vergewaltigung angeht, so ist es das, was den Leuten (er bezieht auch Männer mit ein), die die Pelzindustrie unterstützen widerfahren sollte.

Das ist der Grund, weswegen Leute ihn beschuldigen, Vergewaltigung gut zu heißen, doch er sieht das einfach nicht.

So fragt er sich: Wieso konzentrieren sich die Leute auf seine Worte, wenn Tiere als Essen angesehen werden und täglich ermordet, gefoltert und in vielen Fällen gewaltsam geschwängert (sprich: vergewaltigt) werden? Dies würde nicht passieren, wenn niemand diese Industrie finanziell unterstützen würde. Dies sollte seiner Meinung nach der Fokus sein, und nicht etwas, das er gesagt hat.

In diesem Punkt hat er Recht. Unsere Gesellschaft ist sozial so stark konditioniert, dass wir mit dem Glauben aufgezogen wurden, die Gewalt an gewissen Tieren sei in Ordnung. Einer Konditionierung, die sagt, dass bestimmte Tiere nur dafür da sind von uns gegessen zu werden und als Kleidung zu dienen. Die Tierindustrie bemüht sich sehr, diese Dissoziation zu unterstützen, indem sie die Wahrheit über die Zustände in den Tierfabriken verschleiert und Bilder von glücklichen Tieren auf ihre Packungen druckt, um den Eindruck zu erwecken, das Tier sei glücklich unser Essen zu sein.

Wenn wir dann die Fleischpackungen sehen, ist das Aussehen so weit von dem eines lebenden Tieres entfernt, dass wir den Ursprung leicht ignorieren oder sogar vergessen können. Die Tierindustrie hat solche Panik davor, dass ihre Konsumenten die Wahrheit erfahren, dass sie den Staat veranlasst haben, Gesetze zu verhängen die es illegal machen auf ihre Grausamkeit aufmerksam zu machen.  Außerdem, wie soll man denn sonst zu genügend Protein und Kalzium kommen? Wir werden erzogen in dem Glauben, dass wir nicht stark und gesund sein können, wenn wir keine Tiere essen. Doch das ist eine der vielen Mythen, die von der Tierindustrie aufrechterhalten werden.

Es ist auch so, dass es eine enorme Dissoziation gibt bei dem Thema Vergewaltigung und Speziesismus, und dass viele Anti-Vergewaltigungs-Aktivist*innen und Feminist*innen die Verbindung zwischen Milchkühen und der kollektiven Rape Culture nicht machen. Sie wissen nicht, dass eine Kuh wiederholt gewaltsam geschwängert (sprich: vergewaltigt) werden muss, damit sie kontinuierlich Milch gibt, und ihr ihre Babys immer und immer wieder weggenommen werden. Für die Industrie ist ihr Baby nur Fleisch. Dies geschieht so oft, bis sie emotional und physisch so heruntergewirtschaftet ist, dass sie keine Kälber mehr produzieren kann (und entsprechend auch keine Milch) so dass sie geschlachtet wird. Uns wird beigebracht, dass es keinen Grund zur Sorge gibt, da Kühe und andere „Nutztiere“ gefühllose, lieblose Kreaturen sind, die ihre Umgebung nicht bewusst wahrnehmen und mit ihr interagieren können. Auch dies ist eine der Mythen.

In diesen Punkten hat er absolut Recht. Doch Yourofsky gibt sich weiterhin irritiert darüber, warum die Leute solchen Anstoß an seinen Statements nehmen, anstatt die Aufmerksamkeit auf diese sehr viel schlimmere Sachlage zu richten. Doch nur weil etwas noch schlimmer ist, heißt das nicht dass das weniger Schlimme keine Konsequenzen hat. Man könnte sagen „Oh, ich hoffe du wirst erschossen und stirbst einen langsamen, qualvollen Tod.“ Währenddessen kommt es in einem anderen Teil der Welt zu einem Genozid. Ja, Letzteres ist durchaus schlimmer, doch die Aussage hat trotzdem Konsequenzen.

Man muss einräumen, dass Yourofsky seine Aussage teils konkretisiert und klarstellt, dass er nur den Menschen Gewalt wünscht, die direkt oder indirekt in die Nutztierindustrie involviert sind. Er geht davon aus, dass wenn Menschen das Ausmaß von Gewalt erleiden müssten, das den Tieren widerfährt, sie sich vielleicht nicht weiter an der Gewalt beteiligen würden. Allerdings konkretisiert er das nur manchmal. Und wenn er es tut, müssen die Zuhörer*innen erstmal an seinen Eingangs-Statements vorbei, die voll sind mit Wünschen, Hoffen und Befürworten von Gewalt gegen sie, bis sie zum eigentlich Punkt durchkommen. Zu anderen Gelegenheiten ergeht Yourofsky sich einfach nur in anschaulichen Tiraden darüber, was seiner Meinung nach mit Leuten passieren sollte, die bösartig sind

Tatsächlich arbeitet es nur gegen das Anliegen der Tierbefreiung, sich verbal für Gewalt gegen eine Person auszusprechen, die nicht vegan ist. Es ist außerdem äußert heuchlerisch, da man, sofern man nicht vegan geboren wurde, auch einmal zu der Gewalt an den Tieren beigetragen hat. Und selbst als Veganer*in kann man es nicht komplett umgehen, da bei der Ernte von Gemüse, Früchten und Getreide Insekten und Mäuse getötet werden. Wenn unsere Häuser gebaut werden, schaden wir den Tieren die dort lebten. Viele Veganer*innen benötigen Medikamente, die an Tieren getestet wurden.

Lasst uns daran arbeiten dieses System zu ändern, das es beinahe verunmöglicht Tieren nicht zu schaden. Es ist leider nach wie vor so, dass niemand vollständig unschuldig ist.

Als Aktivist*innen müssen wir uns immer vor Augen halten, dass es einen Unterschied gibt welche Aussage sich gut anfühlt und kathartisch ist, und welche eine effektive Taktik oder ein gutes Argument ist. Das wir überlegen, was wir in unserem Tagebuch schreiben oder einer privaten Unterhaltung sagen, und was wir mit dem Rest der Welt teilen, vor allem mit denjenigen, die sich uns anschließen sollen. Die Tiere brauchen so viele Menschen auf ihrer Seite wie möglich, denn nur so kann das Ziel der Tierbefreiung erreicht werden.

Gary Yourofsky hat mittlerweile ein neues Video herausgebracht, mit dem Titel „Palästinenser, Schwarze und andere Heuchler“ in dem er beklagt, dass ihn Leute in der Gemeinschaft „unfairerweise“ bezichtigen, rassistische Äußerungen zu machen.
Hmm, warum wohl?

 


Michele Kaplan ist eine queere (genauer: bisexuelle), geek-proud, intersektionelle Aktivistin auf Rädern (sprich: motorisierter Rollstuhl) und sie strebt danach, eine Balance zwischen Aktivismus, Kreativität und Selbstfürsorge finden, während dem sie die Welt zu verändern versucht.
whyveganism.com

Héganisme: Le Véganisme pour Hommes!

Essay and translation by Hypathia: Feminist and Anti-Speciesist Blog. The original English version of the embedded essay can be found by clicking here.

Le mot “héganisme” n’est pas arrivé en France me direz-vous. Quoique. On est fins prêts en tous cas. Mardi 16 février 2016, France 5 diffusait “Un monde sans viande” plutôt prometteur. Sauf que. C’est parti en couilles dès les premières cinq minutes. Le documentariste est allé s’acheter un steak végétal chez Sojasun (lien non sponsorisé, même si c’est un voisin de Noyal Sur Vilaine) et en a fait l’analyse. Ce steak végétal est à base de soja, sorte de haricot, donc une légumineuse très protéinée, mais qui a la réputation de contenir des isoflavones, un ersatz végétal d’hormones femelles. Bon pour les femmes de plus de 50 ans, mais mauvaises, très mauvaises pour les hommes et les enfants prépubères et même pubères, dixit le journaliste ! Nous y voilà: le steak de soja est soupçonné de déviriliser les hommes. S’en est suivie une pénible bataille de chiffres et de milligrammes entre une diététicienne défenseuse des couilles des mecs, et la Cheffe de produit de Sojasun qui défend elle son produit et dit que, pas du tout, son steak de soja contient moins d’isoflavones que le prétend la diététicienne. Après le film, durant le débat, le médecin pro-viande a affirmé que les isoflavones sont inoffensives et même plutôt bonnes pour la santé. Mais le mal était fait, à mon avis. Le végétarisme et le véganisme sont perçus comme une menace pour la virilité, comme l’explique Corey Wrenn sur son blog Vegan Feminist Network, dont je vous propose cette semaine la traduction du billet:

Man with big lettuce leaf hanging out of mouth

Crédit photo: Salon – Forget vegan, he’s hegan (en anglais)

What is Heganism?

Héganisme. Oui, c’est bien quelque chose. C’est le véganisme… pour les hommes. “Héganisme” réfère généralement au “rebranding,” à donner une autre image de marque aux traditionnels concepts véganes, afin qu’ils conviennent à la consommation masculine. Mais pourquoi ?

Le mouvement végane est truffé de 101 variations différentes du véganisme, toutes avec la même intention: vendre et faire rentrer des cotisations. C’est le marketing des associations demandant à ses équipes “comment pouvons-nous nous démarquer sur cette tendance? Comment pouvons-nous nous distinguer du reste des autres? Comment pouvons-nous les faire acheter ici et pas ailleurs? Les distinctions de genre servent généralement les intérêts capitalistes et ils le font en maintenant les différences et les inégalités. Spécialiser les produits par genre suppose que les ménages ne doivent plus se contenter d’un seul produit qui peut être partagé (et les produits destinés aux femmes coûtent souvent plus cher). Le produit bleu et industriel pour lui, le produit rose fleuri (plus cher) pour elle.

Genrer est aussi l’occasion d’ouvrir un plus large marché aux produits. Le stigmate féminin est enlevé, ainsi les hommes peuvent les consommer plus confortablement ; mais ce faisant le stigmate ne disparaît pas, il est seulement renforcé. Comme pour “Guy-et,”1 Dr Pepper10 et la lotion Dove men care (pour hommes), genrer le véganisme travaille à protéger la masculinité en ostracisant, en renvoyant à l’altérité ce qui est féminin. Qu’est ce qu’il y a de mal à faire un régime, boire du soda sans sucre, ou manger végane? C’est que ce sont les stéréotypes de ce que les femmes sont censées faire, et les femmes sont le groupe le plus détesté et le plus dévalorisé de la société. Pour que les hommes y participent, il faut enlever le stigmate féminin en créant une alternative “masculine”.

A father and son in a sea of fruit and vegetables, only their faces are peaking out

Faire venir plus d’hommes au véganisme est important pour la santé du mouvement végane et pour la santé des garçons et des hommes -la plupart ne consommant pas assez de fruits et légumes. Mais l’inclusion des hommes ne doit pas se faire aux dépens des droits des femmes. Crédit photo: The Advertiser.

La masculinité est largement définie par ce qu’elle n’est pas-et elle n’est pas féminine. Cela marche de la même façon avec le spécisme:2 nous définissons l’humanité comme n’étant pas animale, et donc l’humanité est supérieure par comparaison. On pense aussi qu’elle est l’une des racines de l’hétéro-sexisme : la masculinité est définie par l’ostracisation de ce qui est féminin. En d’autres termes, différencier les personnes en groupes et les placer dans une hiérarchie qui soutient ces différences nourrit une discrimination structurelle. La distinction huile les roues de l’oppression.

PETA ad showing a nude woman laying on a giant bunch of broccoli; reads, "EAT YOUR VEGGIES"

Dans mon livre, A Rational Approach to Animal Rights, j’explore le thème du nouveau packaging des espaces véganes. Parce que le véganisme est tellement féminisé, il est considéré comme une menace pour le patriarcat et donc dévalorisé. En réaction, les organisations qui le défendent adoptent le langage du patriarcat pour mieux “vendre” le véganisme. Au lieu de rester ferme sur une opposition féministe radicale à l’oppression patriarcale, les véganes refont l’emballage du véganisme en le présentant comme “sexy” et montrent les femmes comme objets destinés à la consommation des hommes. PETA est probablement la plus détestable association à cet égard, et sa position dominante dans le mouvement signifie qu’elle influence une norme de protestation pornographique. Les femmes véganes ne sont plus facteures de changement, elles sont juste un autre goût “exotique” destinée à être servi sur un plateau au patriarcaux. Ce Tumblr “Galerie hégan” en est littéralement un exemple : les images sont inspirées de la pornographie.

Il y a un réel danger à aggraver les attitudes sexistes dans l’activisme pour les droits des animaux non humains. Le mot “Héganisme” est inutile et insultant. Est-ce qu’un espace végane féminin est si répugnant que les hommes doivent s’en dégager et occuper un espace séparé pour y participer? Si oui, nous devons remplacer et réévaluer notre approche. Aussi longtemps que le mouvement soutiendra la haine des femmes, il ne peut pas raisonnablement attendre de son public qu’il arrête de haïr les animaux non humains.

Le héganisme est une tactique qui se sabote elle-même. Si les activistes soutiennent la notion que le véganisme est “juste pour les femmes” et que les hommes seront stigmatisés s’ils y participent sans la façade de la masculinité pour les protéger, cela rend un mauvais service au mouvement. Au lieu de s’accommoder du patriarcat et du capitalisme pour être entendu.es, les activistes doivent au contraire incorporer une approche féministe à l’antispécisme. De cette façon, tous les intérêts sont pris en compte et un groupe ne sera pas diminué ou exclu au bénéfice d’un autre. Les capitalistes vont inévitablement argumenter que genrer le véganisme c’est simplement nourrir le marché, mais ils créent simplement un marché de cette sorte : “LEGO se résout finalement à créer des jouets pour les filles” (en anglais chez Feminist Frequency). Un marché basé sur l’oppression, un marché qui fonctionne sur des groupes divisés selon la ligne pouvoir contre impuissance, et ce ne sera pas un espace conduisant à la libération.”


Dr Corey Wrenn est professeure de sociologie, membre de l’Association Sociologique américaine, section Animal et Société. Elle anime le blog Vegan Feminist Network.

Notes:
1. “Guy-et” : jeu de mot intraduisible en français formé de “diet”: régime, et de guy : mec, soit régime pour mec.
2. Le spécisme est un préjugé, une attitude ou un biais envers les intérêts des membres de notre propre espèce, contre les membres des autres espèces. J’ai préféré le mot francisé épicène végane à l’anglais vegan, -ce sont eux qui ont inventé le mot. En français on peut aussi écrire végétalien.

Edit: Le documentaire de France 5 comportait aussi une visite dans les laboratoires de Beyond Meat, une corporation étasunienne qui tente de cultiver le la viande en éprouvette, un autre cauchemar carniste ; en attendant l’avènement de la viande de culture, leurs steaks végétaux sont fait pour donner le change, oubliant qu’on ne devient pas forcément végéta*ien pour manger des substituts de viande, sauf si on craint de mettre à mal virilité des hommes ? On n’en sort pas.

whyveganism.com

Des Hommes Rongeant des Steaks

Translation by Hypathia: Feminist and Anti-Speciesist Blog. The original English version of this essay can be found by clicking here.
Man in a suit sits in front of a plate with a raw steak, knife and fork poised in his fists on the table

A la suite de mon essai “Des femmes riant seules avec des salades “, un collègue curieux google-ise ce qu’on pourrait considérer comme le contraire : des hommes mangeant des steaks. Ce qu’il a trouvé, et qui s’est trouvé confirmé lors de mes propres recherches d’images sur Google, est le thème répétitif  d’hommes s’agaçant les dents sur une grosse tranche de viande, souvent avec la fourchette et le couteau fermement plantés de chaque côté de leur assiette.

Man gnawing on raw steak

Le message primordial envoyé par ces images semble être ” JE SUIS UN HOMME ; L’HOMME A BESOIN DE VIANDE “. Ses poings bien alignés et leur prise ferme sur les ustensiles sont des codes genrés communs, présentant les hommes aux commandes et au contrôle de leur environnement.

De façon intéressante, les steaks sont presque toujours montrés crus. L’intention vraisemblable est de montrer la consommation de chair crue par les hommes (un comportement anti-naturel) comme naturelle. Le fait est souligné par l’abondance de photographies qui montrent des hommes consommant le steak directement sans l’aide de couverts, rongeant la chair comme s’ils étaient une espèce carnivore non humaine. A contrario, quand je cherche des images de femmes mangeant des steaks, à maintes reprises, elles sont aux prises avec de la viande crue positionnée au-dessus de leur tête, l’air accablé -personne ne mange la tête à la renverse. Ceci suggère aussi la soumission, une soumission souvent sexualisée à travers leur pose et leur nudité. Quand elles ont des couverts, elles sont davantage montrées les utilisant de manière faible ou peu sûre.

Woman Eating Steak

Par dessus tout, les images de femmes mangeant des steaks sont moins nombreuses, car la notion est contraire aux normes de genre. Quand on en trouve, il est clair que la hiérarchie des genres doit être préservée en démontrant que la consommation de chair (un acte de domination et de pouvoir) est moins naturelle et plus maladroite chez les femmes.

Women Cutting Steak

La viande est un symbole de masculinité. Donc, les hommes interagissent avec la viande pour démontrer leurs prouesses, les femmes interagissent avec la viande pour démontrer leur soumission.


Corey Lee WrennMs. Wrenn is the founder of Vegan Feminist Network and also operates The Academic Abolitionist Vegan. She is a Lecturer of Sociology with Monmouth University, council member with the Animals & Society Section of the American Sociological Association, and an advisory board member with the International Network for Social Studies on Vegetarianism and Veganism with the University of Vienna. In 2015, she was awarded Exemplary Diversity Scholar by the University of Michigan’s National Center for Institutional Diversity. She is the author of A Rational Approach to Animal Rights: Extensions in Abolitionist Theory.

Mujeres que se Ríen Solas con Ensaladas

Translation by María. María is active with Ochodoscuatro Ediciones, a non-profit anti-speciesist book house that is noted for translating Carol Adams’ The Sexual Politics of Meat into Spanish. You can view the original English version of the essay below by clicking here.

Por Corey Lee Wrenn

Lo has visto cientos de veces. Ya sabes, la mujer de ojos brillantes que se está comiendo una ensalada. La cabeza inclinada hacia atrás en gesto de júbilo histérico, aparece completamente superada por la gloriosa mezcla de vegetales que adornan su plato. El folleto promocional de tu cooperativa local de alimentos naturales incluye esta escena. La página web de tu cadena de supermercados las utiliza. Así como los carteles de las paredes de su centro de salud. Montones de organizaciones veganas las utilizan. Diablos, apuesto que, si recuerdo bien, yo misma he utilizado una para ilustrar una publicación en este blog al menos una vez.

Fotos de archivo de mujeres… sentadas solas… con una ensalada tan condenadamente hilarante, que no pueden evitar estallar en risas y deleite.

Hace poco, lo absurdo de estas imágenes ha atraído la atención en Internet, resultando en imitaciones: una página Tumblr, e incluso una obra de teatro.

Comer ensalada no es especialmente divertido. Rara vez induce al éxtasis. Por lo general, resulta más bien una experiencia difícil, que consiste en empujar desordenadamente hojas de lechuga en tu boca. A menudo no es satisfactorio: demasiado aliño, o no suficiente. En realidad, puede que estés pensando si se te ha quedado un trocito de lechuga entre los dientes, y eso te impide sonreír de oreja a oreja entre bocado y bocado. Comer ensalada es, habitualmente, una actividad ordinaria y aburrida.

Cuando tu ensalada no para de contarte chistes.

Pero comer ensalada es una actividad femenina, y como tal, la tarea debe ser realizada para contar una historia particular, que tiene una función cuando lo observamos y documentamos.

La teoría feminista vegana nos dice que los alimentos (aquello que comemos y cómo lo comemos) está firmemente arraigado en las normas de género. El consumo de verduras (siendo la ensalada el tópico omnipresente) es un comportamiento altamente feminizado. Los códigos de género también se manifiestan en la habitual hiper-emotividad de las mujeres en publicidad. Es decir; las mujeres son a menudo retratadas teniendo respuestas emocionales inapropiadamente extremas. La representación de este tipo se suma a la comprensión cultural de la feminidad como infantil, irracional e inmadura. En este caso, incluso un poco alocada. Estas imágenes refuerzan la condición de subordinación de las mujeres. Unir mujeres hiper-emotivas con alimentos hiper-feminizados construyen una perfecta iconografía sexista.

Hombre a punto de tomar un poco de ensalada, sonríe suavemente a la cámara.

Por supuesto, ya me han hecho el inevitable comentario “¡pero los hombres también!”. Es cierto, a veces también se muestra a hombres estando un poquito demasiado emocionados al comer ensalada. Pero, seamos sinceros; ellos aparecen con mucha menos frecuencia representados carcajeándose, con su cabeza echada hacia atrás, en ropa interior, o embarazados. La frivolidad del consumo de ensaladas es, en gran medida, un asunto femenino.

Mujer acostada en la cama con ropa interior blanca comiéndose una ensalada.

Cuando los hombres sean representados en el escenario improbable de comerse una ensalada recostados en una cama llevando un tanga blanco, entonces, hablemos.

 


Corey Lee WrennMs. Wrenn is the founder of Vegan Feminist Network and also operates The Academic Abolitionist Vegan. She is a Lecturer of Sociology with Monmouth University, a part-time Instructor of Sociology and Ph.D. candidate with Colorado State University, council member with the Animals & Society Section of the American Sociological Association, and an advisory board member with the International Network for Social Studies on Vegetarianism and Veganism with the University of Vienna. She was awarded the 2016 Exemplary Diversity Scholar by the University of Michigan’s National Center for Institutional Diversity. She is the author of A Rational Approach to Animal Rights: Extensions in Abolitionist Theory (2015, Palgrave Macmillan).

Des Femmes Riant Seules Avec des Salades

Translation by Hypathia: Feminist and Anti-Speciesist Blog. The original English version of this essay can be found by clicking here.

Woman eating outdoors

Vous les avez vues des centaines de fois. Vous savez, la dame croquant dans une salade, les yeux brillants. Tête rejetée en arrière avec une jubilation hystérique, elle est surprise par le glorieux mélange de végétaux qui agrémentent son assiette. Le tract promotionnel de votre coopérative locale d’alimentation naturelle en est orné. Le site web de votre chaîne d’épicerie les utilise. Ainsi que les affiches sur les murs de la salle d’attente de votre médecin. Des tonnes d’organisations véganes les utilisent. Zut, je parie que si je vérifie bien, j’en ai probablement montré une pour illustrer un des billets de ce blog au moins une fois.

Des stocks de femmes… assises seules… avec une salade tellement hilarante, qu’elles ne peuvent s’empêcher d’exploser de rire et de délice.

L’absurdité de ces images a attiré l’attention d’Internet, avec pour résultat des imitations: une page Tumblr, et même une pièce de théâtre.

Manger une salade n’est pas particulièrement drôle. Ça induit rarement l’extase. Habituellement, c’est plutôt une expérience difficile consistant à introduire maladroitement des feuilles de laitue ans votre bouche. C’est souvent insatisfaisant : trop ou pas assez d’assaisonnement. En réalité, vous craignez qu’un bout de laitue reste coincé entre vos dents, et ça vous empêche de sourire d’une oreille à l’autre entre chaque bouchée. En général, manger de la salade est une activité ennuyeuse et ordinaire.

Quand votre salade n’arrête pas de faire des plaisanteries:

Collection of stock photos showing women laughing while they eat a salad

Mais manger de la salade est une activité de femme, et comme telle, elle doit être accomplie de façon à raconter une histoire particulière qui a une fonction quand on l’observe et la documente.

La théorie féministe végane nous dit que la nourriture -ce que nous mangeons et comment nous le mangeons- est fermement enracinée dans des normes de genre. La consommation de légumes (avec la salade comme omniprésent cliché) est un comportement hautement féminisé. Les codes publicitaires genrés montrent aussi de façon régulière une hyper émotivité chez les femmes. D’où découle qu’elles y sont portraiturées avec des réponses émotionnelles extrêmes et inappropriées. Ces représentations ajoutent l’émotivité, l’infantilité et l’immaturité, à l’habituelle compréhension culturelle de la féminité. Ces images renforcent le statut de subordination des femmes. Apparier des femmes hyper-émotives avec des nourritures hyper-féminisées compose une parfaite iconographie sexiste.

Man about to eat a forkfull of salad, smiles softly to camera

Bien sûr, on m’a opposé l’inévitable argument “les hommes aussi”. Vrai, on nous montre des hommes s’excitant légèrement avec des salades, mais soyons honnêtes, ils sont moins fréquemment dépeints riant la tête rejetée en arrière, en sous-vêtements ou enceint.es ! La frivolité genrée de la consommation de salades est terriblement une affaire de femmes.

Woman laying on bed in white underwear eating a salad

Quand on nous montrera des hommes -scénario improbable- mangeant une salade, prostrés dans un lit, en string blanc, alors, OK, on en reparle.

 


Corey Lee WrennMs. Wrenn is the founder of Vegan Feminist Network and also operates The Academic Abolitionist Vegan. She is an instructor of Sociology and graduate student at Colorado State University, council member with the Animals & Society Section of the American Sociological Association, and an advisory board member with the International Network for Social Studies on Vegetarianism and Veganism with the University of Vienna. In 2015, she was awarded Exemplary Diversity Scholar by the University of Michigan’s National Center for Institutional Diversity. She is the author of A Rational Approach to Animal Rights: Extensions in Abolitionist Theory.

El Veganismo no es “La Ética de los Alimentos”: El Veganismo tiene que ver con la Justicia Social

Translation by Mariángel Villalobos. You can follow her on Twitter @mvillabe. The original English version of this essay can be found here.

Mother cow and calf nuzzling

Por Syl

Me quedé más que decepcionada después de leer el reciente post de Olivia (de Skepchick) y la discusión que le siguió en la sección de veganismo. Primero que todo, no hubo en absoluto una conversación sobre las conexiones entre el ateísmo y el veganismo. Siempre me parece una pérdida completa de tiempo tratar de explicar la falta de interés en el veganismo en espacios ateos. Los ateos parecen ser suficientemente críticos siempre y cuando ellos permanezcan en la pequeñez de la conversación relacionada con la creencia de que el veganismo es una acción basada en la acción ética del individuo, en lugar de una posición propia de justicia social y un movimiento fundado en ciertas creencias éticas. Algunas de las características clave de esta construcción miope del veganismo son:

(a) Fundamentalmente, el veganismo es un asunto ético fundado en el individuo.

(b) El veganismo es un ideal inalcanzable. Es una guía en lugar de una meta realizable.

(c) El veganismo es una práctica relacionada con la alimentación, una ética de alimentación, y/o una dieta.

(d) El veganismo consiste en intentar hacer “lo mejor que se pueda”.

(e) Naturalmente, el veganismo conlleva momentos de “culpa” porque uno no puede ser un “vegano perfecto”.

(f) El veganismo es una práctica aislada conceptualmente de otras prácticas de justicia social.

En su post, Olivia se refiere consistentemente al veganismo como “ética de la alimentación” o una “dieta” (c) y resto de (a) a través (f) se puede ver en solo un pasaje:

Podemos ver que no todas las conclusiones éticas abstractas demandan una perfecta conformidad, porque nuestro propio bienestar debería ser parte de nuestros cálculos éticos. Cada uno de nosotros tiene una cantidad limitada de tiempo, dinero, y energía, y tenemos que decidir en cuáles áreas vamos a concentrar esos recursos. Hay una sorprendente cantidad de cosas que podemos hacer para mejorarnos a nosotros mismos y a nuestras comunidades, y simplemente no podemos cumplir con todas. Si cambiar nuestra dieta agota nuestros recursos profundamente, nos puede lastimar, o dejarnos ansiosos, enojados, infelices, e incapaces de actuar éticamente hacia las personas que están a nuestro alrededor (como un ejemplo, yo sé que soy una perra irritable cuando no consumo suficiente proteína). Si una preferencia ética en particular nos deja sin más energía o recursos, puede que no sea la manera más efectiva para mejorar el mundo.

Déjenme referirme de (a) hasta (f).

(a) El veganismo, fundamentalmente, es una posición de justicia social basada en el colectivo político. Esto significa que la explotación en masa y la tortura de los animales solo puede ser erradicada con la reestructuración política y social. Demandamos reestructuración política y social para también dirigirnos a las situaciones de otros grupos oprimidos… porque ser anti-racistas, anti-sexistas, anti-homofóbicos, etc., es tomar una posición de justicia social. Estas no son posturas éticas del individuo (aunque ellas son fundadas en preocupaciones éticas e implicaciones éticas le siguen). No hay charla sobre “y tú!” (“do you!”) cuando se trata de posturas de justicia social, porque adoptar una postura de justicia social es hacer cierto reclamo sobre tus propios derechos. Los derechos son un concepto universal, no un concepto de “y tú!”.

El veganismo no es solo una postura de justicia social sino que también se basa en una postura crítica. Es una postura fundada por la crítica de nuestra heredada narrativa de consumo con respecto a los animales. Tomamos la cuestión con la suposición de que los animales deben pertenecer a nuestra narrativa de consumo y nosotros mantenemos que es en parte por esta fallada suposición de que los animales deben permanecer sin derechos. Si los animales simplemente son seres para que nosotros consumamos y usemos, ya sea como alimento, vestimenta, entretenimiento, sujetos de investigación, etc., entonces es contradictorio también mantener que ellos son seres que merecen ser protegidos de los abusos. Mientras asumamos que los animales pertenecen a la narrativa de consumo, a ellos nunca se les concederán derechos. (Les remito a mi post anterior).

(b) Alcanzar metas veganas es sin duda un proyecto que se puede realizar. El único obstáculo en el camino para ver esto es la tendencia a reconstruir el veganismo como un proyecto basado en la ética del individuo! Obviamente, los esfuerzos éticos hechos por individuos aislados no podrían desmantelar el mito sobre el papel de los animales en la narrativa de consumo actual. La narrativa de consumo es una historia sistémica completa con fuerzas económicas, culturales y políticas; entonces, si vamos a encontrar una buena estrategia para embestir el problema, va a tener que ser a un nivel sistémico. La abolición de la esclavitud no fue simplemente la suma de proyectos basados en la ética del individuo. Más bien, fue el resultado de llamadas hacia la reestructuración social y política. Ciertamente, la abolición pudo haber sido un ideal inalcanzable si los abolicionistas no hubieran conseguido ver que la raíz de esta tradición opresiva estaba basada en una narrativa sistémicamente sostenida. En otras palabras, nuestras grandes injusticias sociales no existen simplemente porque hay personas “malas” que no están dispuestas a luchar por ideales abstractos e irrealizables. Las grandes injusticias sociales existen porque hay estructuras construidas y mantenidas que funcionan para perpetuar esas mismas injusticias. Estas estructuras son lo mismo que alimenta la ilusión de que deshacernos a nosotros mismos de ciertas injusticias sociales son ideales “abstractos” desprovistos de realidad o simples fantasmas del optimismo que la naturaleza humana nunca puede acomodar.

(c) El veganismo no es una simple práctica alimenticia, o ética alimenticia, o una dieta. Esto no es para decir que las prácticas alimenticias no son asuntos de justicia social. Ciertamente lo son y merecen más atención. Sin embargo, el veganismo es una posición de justicia social con la meta de asegurar los derechos de los animales y, como tal, no se agota por lo que comemos o vestimos. Me disgusta hasta escuchar los términos “veganismo”, “prácticas alimenticias” y “éticas alimenticias” en la misma oración. Si, como hemos argumentado, los veganos propiamente llegan a la posición de justicia social criticando la suposición de que los animales deben pertenecer en la narrativa de consumo, entonces le sigue que los veganos no miren conceptualmente a los animales como comida. Llamar al veganismo “ética alimenticia”, o una “dieta”, o una “práctica alimenticia” es un perezoso nombre errado.

(d&e) El sentimiento de culpa solamente tiene sentido cuando se ve el veganismo de forma miope como un proyecto ético del individuo. Voy a tener que apoyar este argumento con un ejemplo. Una de mis películas favoritas por desgracia tiene una corta escena con una innecesaria estupidez misógina. Cuando la temida escena se acerca, yo -como una firme feminista- no me siento culpable. Más bien, me siento frustrada y –como mucho (y a lo peor)- impotente como un individuo. Como vegana, soy consciente de que en la actualidad no puedo vivir una vida libre de explotación animal. Como he mencionado anteriormente, nuestra sociedad ha sistematizado e institucionalizado la dependencia humana de animales y de la explotación y tortura animal. Cuando aprendo que las paredes en mi casa (muy probablemente) contienen productos de animales explotados, parece inapropiado sentir culpa. Yo no soy culpable en este caso. Más bien, me siento frustrada por lo penetrante que el problema es y como mucho (y a lo peor)- impotente. El sentimiento de impotencia disminuye después de un rato y la frustración que queda me recuerda cuál es el lugar correcto para mi activismo: en el nivel sistémico. Sentimientos momentáneos de impotencia, que son naturalmente fundados en la impotencia individual, y la frustración, son emociones productivas porque indican que el problema trasciende al individuo. La culpa no es productiva porque indica que el problema deriva del individuo.

Shakespeare character holding a bunch of carrots asks, "To vegan or not to vegan?"

Algunos podrían objetar que yo he prestado poca o nada de atención al sentirme culpable cuando se trata de algún “desliz” o de ser “flexible” en cierta compañía, o de aquellos en ciertas situaciones quienes -independientemente de posiciones de justicia social- debemos depender de los animales para alimento y vestido. Con respecto a lo primero: como ya he manifestado, creo que el veganismo es debidamente entendido como una crítica a la narrativa de consumo y del lugar de los animales en ella, lo que significa que un vegano o vegana realmente cree que los animales son sujetos que merecen derechos. Creo que adoptando una posición crítica hace que los “deslices” o la “flexibilidad” sean imposibles. (Polémicamente), creo que los fenómenos de los “deslices” y la “flexibilidad” tienen mucho que ver con adoptar la posición ética del individuo, la cual se basa en nociones vagas de estatus morales y “crueldad” y no hace mucho para alterar conceptualmente o críticamente a la persona.

(De nuevo, polémicamente) no considero que situaciones que involucren dificultades extremas sean de preocupación inmediata para los veganos. Como veganos, debemos estar preocupados por la narrativa de consumo; estamos preocupados por la historia que nosotros como sociedad contamos sobre los animales y el lugar que ellos ocupan en nuestras rutinas de consumo. Cuando las personas usan animales para la supervivencia básica, ellos no están interesados en crear una narrativa de consumo en la cuál los animales son los perjudicados por algún privilegio percibido. Ellos no tienen el poder para institucionalizar estas nociones. Ellos simplemente están tratando de sobrevivir. El profesor Will Kymlicka se refiere a esta situación como una que reside fuera de las “circunstancias de justicias.” Este es un caso diferente a lo que debería preocupar a los veganos. (Similarmente, cuando rocías un insecto en tu cocina con un spray para cucarachas, consecuentemente matándolo, esta es una situación diferente de las que a los veganos les debería preocupar. Tales incidencias aisladas no tienen nada que ver con mantener la presente narrativa de consumo, de la misma manera que rociar la cara de un intruso con el mismo spray para cucarachas no tiene nada que ver con actuales violaciones a los derechos humanos.)

(e) El veganismo no es un asunto de justicia social aislado de otros asuntos de justicia social. Olivia declaraba anteriormente, “Cada uno de nosotros tiene una cantidad limitada de tiempo, dinero, y energía, y tenemos que decidir en qué temas enfocar nuestros recursos.” Tal punto de vista es rampante entre veganos y no-veganos. Conforme a esta mentalidad de “asunto-único” (“single-issue”), los activismos son estructurados para referirse a un asunto y se refieren a este asunto como siendo fundamentalmente independiente de y diferente de otros asuntos. Como resultado, tenemos que priorizar asuntos. El enfoque de asunto-único oscurece la realidad de cómo el racismo, sexismo, clasismo, discriminación en base a la diversidad funcional, homofobia, especismo, ecocidio, etc. no están solo conectados pero son dependientes el uno con el otro para formar lo que yo llamo un “holismo pernicioso”. Si uno ve esta realidad, el enfoque de el asunto-único parece complemente incoherente. Si todos estos asuntos contra los que luchamos están enredados en una profunda, interconectada red, entonces no tiene nada de sentido estructurar nuestro activismo como si ellos no estuvieran conectados o como si no fuesen interdependientes. Aislar un asunto de esta red es equivocarse sobre la raíz y profundidad del problema, por lo que cualquier activismo que siga de este aislamiento es fútil. La mayoría de las veces, los enfoques de asunto-único son desposados simplemente por la falta de diversidad. Puede ser difícil descubrir cómo ciertos asuntos en particular están conectados si no se tiene en cuenta con las experiencias relevantes.

Por ejemplo, históricamente, los movimientos feministas en su lucha se han centrado solamente en el aspecto de género, simplemente porque sus miembros y las mujeres a las que convirtieron en su objetivo y por las que hablaron fueron todas mujeres blancas de una clase en particular. Hasta hace poco, nunca se les había ocurrido a las organizaciones feministas convencionales que la raza y la clase sean fuerzas sociales que dan forma al género.  Aunque a las organizaciones veganas les guste comparar entre las similitudes de la explotación humana y animal, raramente lo llevan al siguiente paso lógico, concluyendo que estas similitudes tienen algo que ver con la misma estructura que apuntala estas explotaciones. La anatomía de esta estructura en la cual todas las explotaciones giran es el holismo pernicioso que existe entre todos los -ismos regresivos. Entonces, adoptar un compromiso en el camino correcto hacia el veganismo, no significa quitar tiempo, dinero y energía de otros compromisos valiosos.  Tener un compromiso con el veganismo es solo comprometerse en atacar la subyacente estructura del especismo, que está estructuralmente incrustada en todos los otros –ismos regresivos.

Como he mencionado en otro lugar, esto no es decir que el activismo vegano sea feminismo, sea activismo anti-racista, etc. Sin embargo, luchar contra la fuerza que le da forma a la explotación animal también requiere luchar contra las fuerzas sociales que le dan forma y se cruzan con tal fuerza. El género, la raza, la clase, las capacidades, la orientación sexual, etc. Este es el enfoque del asunto-múltiple o como a veces se le denomina “activismo interseccional”. Para una buena demostración de este enfoque, considera este punto que la Dra. Breeze Harper hace cuando ella argumenta que hay algo incoherente en llamar a los productos veganos “libres de crueldad” si han sido hechos por niños esclavos!

Conclusión. La moraleja de todo esto es que el ver el veganismo desde la perspectiva del individuo como una práctica que se agota a sí misma en tu ética personal es diametralmente opuesto al objetivo del veganismo, que es erradicar el mito de que los animales pertenecen a la narrativa del consumo. Puesto que las protecciones legales son las únicas cosas que podrían prevenir significativamente la explotación de seres vulnerables y puesto que el lenguaje de los derechos es el único lenguaje que puede asegurar la vulnerabilidad formal de los seres, nuestra tarea como veganos es asegurar los derechos de los animales si vamos a alcanzar nuestra meta. Las implicaciones éticas que siguen a este punto de vista son solo eso: ellas siguen la posición crítica que aumenta nuestra postura de justicia social y consecuentemente define nuestras prácticas. Necesitamos insistir que estamos involucrados primero y más que nada en el negocio de justicia social. El discurso de la moralidad meramente nos dice algo sobre nosotros– sobre nuestro carácter, sobre si nosotros somos buenos o malos. El discurso sobre los derechos nos dice algo sobre los animales– acerca de que merecen lo que aún no tienen.

 


Syl is a local activist and PhD student in philosophy in Chapel Hill, NC. She is currently working on her dissertation, which posits the “human” in the human/animal binary as a location of naturalized whiteness and in which she argues for an interpretation of the human/animal binary as racist. Syl also has secondary interests in black feminism, the history of philosophy and philosophy of animal death.